Rehbergschule bietet Fortbildungsreihe für Regelschullehrer:

„Wir müssen als Fachleute auf die Zunahme psychisch erkrankter Schülerinnen und Schüler in den Regelschulen mit Fortbildungsveranstaltungen reagieren“
Die Schule für Kranke an der Heckscher Klinik in München hat es als Pilotprojekt vorgemacht, die Rehbergschule in Herborn als größte Psychiatrieschule in Hessen ist bundesweit nun die zweite Schule, die eine Fortbildungsreihe über die Ursachen und den schulischen Umgang mit psychischen Erkrankungen für Kolleginnen und Kollegen der Regelschulen anbietet. Dazu haben Schulleiterin Kerstin Ferst und Oberstudienrat Rainer Staska ein Konzept entwickelt, in dem im Rhythmus von zwei Fortbildungsveranstaltungen pro Schulhalbjahr unterschiedliche Krankheitsbilder vorgestellt werden und über die pädagogischen  Möglichkeiten informiert wird.

Begonnen hat die Reihe mit einer Einführungsveranstaltung über die Arbeitsweise einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt kranke Schülerinnen und Schüler“, wie die offizielle Schulform der Herborner Rehbergschule bezeichnet wird. Hintergrund war, die vielfältigen Aufgaben unserer besonderen Schulform neben dem reinen Unterrichten unserer Schüler, wie Beratung, Diagnostik und die Aufgabe der Reintegration der Schülerinnen und Schüler in die Regelschule darzustellen und Schnittmengen mit den Regelschulen aufzuzeigen. Dieses erste Modul ist mittlerweile auch in die Lehrerausbildung des Studienseminars aufgenommen und wird auch Lehramtsstudierenden in einer Ringvorlesung an der Uni Gießen angeboten.
Vier weitere Module schließen sich an, in denen Krankheitsbilder und deren Wirkung auf Schule explizit behandelt werden. Die „Autismus-Spektrums-Störung“, das Thema „Schulabsentismus“, „Externalisierende Störungen“ (ADHS/ Störung des Sozialverhaltens) und „Internalisierende Störungen“ (Depression, Selbstverletzung, Suizidalität). Geplant ist die Erweiterung um ein zusätzliches Modul, welches immer stärker die Klinik beschäftigt, die „Mediensucht“ mit ihren Folgeerscheinungen bei Kindern und Jugendlichen.
Die ersten Veranstaltungen liefen vielversprechend, erste Evaluierungen zeigen das große Interesse und den vorhandenen Bedarf an dieser Fortbildungsreihe. Die einzelnen Module sind nun auch für einzelne Schulen vor Ort buchbar. Die nächste Fortbildung in unserer Schule findet am 24. Februar statt. Thema ist „Schulabsentismus“. Die Anmeldemodalitäten können dem Flyer zur Veranstaltung entnommen werden.

 

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